#1 Leben am Existenzminimum?!

#1 Leben am Existenzminimum?!

Wie lange kannst Du von Deinem Geld leben?

Wenn das so weitergeht, wie lange schaffst Du es finanziell dann noch?

Ein Gedankenexperiment, das ich von Zeit zu Zeit mache und das für Dich sicher auch spannen ist:

Wie lange kannst Du Deinen Lebensunterhalt finanzieren, ohne einen weiteren Cent Einkommen?

Für so eine Bestandsaufnahme kannst Du zunächst alle monatlichen laufenden Kosten zusammentragen.

Sparraten, Beiträge zu unwichtigen Versicherungen oder auch evtl. Abonnements und Vereinsbeiträge kannst Du gleich weglassen.

Denn das sind die monatlichen Belastungen, die Du vermutlich als erstes stoppen oder kündigen kannst.

Bei der Gelegenheit kannst Du natürlich auch gleich mal auf Deine Konsumausgaben schauen. Was davon bräuchtest Du in der Not auch weiterhin?

Klar ist doch, dass zum Lebensunterhalt ein Dach über dem Kopf und etwas zu Essen unbedingt dazu gehören. So, wie auch wichtige Medikament oder Versicherungen wie die Krankenversicherung

Das gibt Dir eine Idee davon, wie hoch Dein persönliches Existenzminimum ist

Danach geht es ans Eingemachte. Im wahrsten Sinne.

Denn nun erstellst Du eine Übersicht Deines Vermögens.

Dazu gehören alle Geldbeträge, die Du in kurzer Zeit flüssig machen kannst. Oder Vermögenswerte, die sich schnell zu Geld machen lassen.

Rechne alles zusammen, auch wenn Du im Falle eines Falles nicht alles auf einmal brauchen würdest.

Und? Wie hoch ist Dein liquidierbares Vermögen?

Liegst Du im vier-, fünf- oder sechsstelligen Bereich?
Oder bist Du gar schon Millionär*in?

Dann herzlichen Glückwunsch!

Da mir auch noch einiges zur Million fehlt, verspreche ich Dir in meiner Arbeit auch nicht, Dich in kürzester Zeit zur ersten Million zu führen. 😉

Ab jetzt wird die Rechnung ganz einfach:

Teile den Betrag Deines Gesamtvermögens durch dein ermitteltes Existenzminimum und dann durch 12 (Monate).

Dein Ergebnis? So lange kannst Du von Deinem Geld leben!

Aber Achtung, wenn das – wie bei mir 🙂 — länger als 5 Jahre ist, dann bedenke, dass diese Rechnung nicht berücksichtigt, dass sich die Welt dreht und z.B. die Inflation am Geldwert nagt oder auch Gesundheitskosten hinzukommen können.

Übrigens in einer Befragung der GFK im Auftrag des Bankenfachverbandes (2008) kam heraus, dass es nur 40% der Befragten länger als 6 Monate durchhalten würden.

Auch wenn die Zahl etwas älter ist. Durch die Pandemie 20/21 dürfte diese Frist für viele leider eher noch geschrumpft sein.

Was nützt es Dir, zu wissen, wie lange Du durchhältst?

Für mich ist es eine Zielgröße und gibt mir ein hohes Maß an Sicherheit.

Zu wissen, dass ich mich im Falle eines kompletten Arbeitsverlustes oder einer schweren Krankheit (wobei dann die Kosten steigen), eine ganze Zeit zumindest finanziell über Wasser halten kann, gibt mir ein beruhigendes und zufriedenes Gefühl.

Beruhigend, weil ich mich dann in so einer blöden Zeit auf Wichtigeres konzentrieren kann.

Und zufrieden auch deshalb, weil das wirklich selbst verdientes Geld ist. Und dabei habe ich schon deutlich fünfstellige Beträge versenkt…

Doch das eine ist ein Geldverlust, der kalkulierbar war. Das andere sind all die unvorhergesehenen Dinge im Leben. Und die sind zahlreich.

Verluste wie der Tod geliebter Menschen, Trennungen, physische und psychische Krankheiten, Unfälle, Arbeitslosigkeit u.v.m. sind nicht kalkulierbar (und nur eingeschränkt versicherbar).

Die psychische Belastung ist in solchen Zeiten nicht zu unterschätzen. Und auch, wenn ich davon ausgehe, dass ich schon wieder auf die Beine käme, wie es wirklich ist kann niemand vorhersagen.

Wenn Du Dich nicht vorbereiten kannst, bereite Dich vor!

Niemand kann vorhersagen, wie man sich in einer echten finanziellen Notsituation verhalten würde. Doch Du kannst Dich innerlich darauf vorbereiten.

Denn anstatt Horrorszenarien vor dem inneren Auge ablaufen zu lassen, kannst Du Dich ganz entspannt darauf vorbereiten, was Du tun würdest.

Denn genau jetzt, da es nur ein Gedankenspiel ist, fallen Dir sicher einige konstruktive Lösungen ein.

Was wäre Dir wichtig?

Was sollte es dann weiterhin in Deinem Leben geben?

Worauf könntest Du mit Leichtigkeit verzichten?

Welche Form von bezahlter Arbeit würdest Du – wenn auch nur wegen des Geldes – machen?

Welche auf gar keinen Fall? Wirklich?

Wen könntest Du um Hilfe bitten?

Wem würdest Du in einem solchen Fall helfen? Und wie?

Du siehst. Hinter einer kleinen Zahl, kann sehr viel mehr stecken.

Und sich mental darauf einzustellen, beweist Dir, dass Du das Problem lösen kannst.

Und damit ist das Gedankenexperiment auch zu Ende

Es geht also überhaupt nicht um Schwarzmalerei, sondern eher darum, die verschiedenen Farben zu finden, mit denen Du Dein Leben bunt und leicht machen kannst.

Mach’ dieses Spiel für Dich allein. Und wenn Du in einer Partnerschaft oder einer anderen familiären Konstellation lebst, dann macht das auch gemeinsam.

Die ganze Familie. Denn Kinder dürfen rechtzeitig lernen, dass das Leben auch etwas kostet. Ganz ohne Vorwürfe oder Schuldzuweisungen, sondern einfach das sehen, was ist.

Und je nach Alter, haben Sie oft großen Spaß daran, den Erwachsenen beim Rechnen zu helfen. Ganz ohne Computer. 🙂

Ich hoffe, Dir gefällt diese Idee und Du spitzst schon mal Deinen Bleistift.

So umgehst Du auch der kleinen, gemeinen „Einladung“ eines Tabellenkalkulationsprogrammes, sich erstmal mit den richtigen Formeln zu beschäftigen. 😉

Posted by Gabriele Golling, 0 comments
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