Selbsthypnose

Was ist eigentlich Mentaltraining

Was ist eigentlich Mentaltraining

Was ist eigentlich Mentaltraining?

Kennst du Mentaltraining und hast du es schon mal für dich genutzt?

Vermutlich ja. Denn wir alle nutzen permanent unsere Vorstellungskraft. Entweder um die Vorfreude auf ein Ereignis zu steigern. Dann stellt man sich vor, wie es sein wird, welche Menschen vielleicht dabei sein werden, welche Gefühle sich im Körper ausbreiten oder auch wie es dort riecht. Oder wenn du in deinem Lieblingsrestaurant verabredet bist, hast du dann nicht auch schon den Geschmack deines Stammgerichts im Mund?

Das alles ist mentales Training.

Und weil das mit positiven Ereignissen geht, funktioniert es leider auch umgekehrt. Du kennst das vielleicht aus Situationen wie Prüfungen. Und wenn du Bammel oder richtig Angst vor einer Prüfung hast, dann hast du viele Bilder im Kopf, was alles schief gehen könnte. Du hörst Fragen, deren Antwort du noch nicht kennst und fühlst innerlich schon den totalen Zusammenbruch. Ja, angstvolle Gedanken haben das Talent einen so richtig runterzuziehen.

Fakt ist, die Prüfungen laufen meist viel harmloser und leichter ab, als du dachtest. Stimmt’s?

Wenn solche Gedankenspiele also in die positive wie negative Richtung wirken, dann wäre es doch reine Energieverschwendung, diese nicht auch zu nutzen.

Und genau das ist ein wichtiger Teil von Mentaltraining. Natürlich versuchen wir im Mentaltraining eher in die positive Richtung zu wirken, das bedeutet jedoch nicht, das Negative komplett auszublenden. Denn auch darin liegen oft interessante Gedanken und Möglichkeiten, die sich auszahlen.

Vorstellungskraft ist wichtiger als Wissen“, sagte einst Albert Einstein.

Die bewusste Nutzung und Steuerung der eigenen Gedanken.

Bei vielen Themen kannst du ganz allein über dein Denken steuern, wie du mit einer vor dir liegenden Aufgabe umgehst. Und manchmal bringt einen dieses „einfach nur positiv Denken“ nicht wirklich weiter. Dann ist es von Vorteil, wenn du mit einer Person deines Vertrauens zusammen an deinem Denken arbeitest. Hier kommen also dann Mentaltrainer*innen ins Spiel.

Gemeinsam gehen wir in die bevorstehenden Situationen hinein und finden heraus, welche Art zu Denken hilfreich sein könnte. Und natürlich auch welche Fähigkeiten du dafür noch nutzen kannst. Wir spielen verschiedene Varianten durch und du erlebst schon mal innerlich dein gewünschtes Ergebnis. Im Sport wird dieses Vorgehen schon seit vielen Jahrzehnten genutzt. Du kannst es sogar selbst beobachten. Achte einmal beim Skiabfahrtsläufer*innen oder bei Fallschirmspringer*innen darauf, was diese kurz vor dem Start tun. Sie gehen die Figuren oder die Strecke innerlich und sogar mit kleinen körperlichen Bewegungen durch. Sie fahren also schon mal in der optimalsten Varianten den Abhang hinab – obwohl sie noch am Start stehen.

Gedächtnistraining ist kein Mentaltraining

Stimmt so nicht ganz. 🙂 Gerade die wirklich beeindruckenden Gedächtniskünstler*innen sind nämlich diejenigen, die ganz bewusst ihre Vorstellungskraft nutzen. Da werden aus Ziffern etwa Bilder und aus diesen Bildern eine wirre und abstruse Geschichte. Und genau die hilft dabei, sich an eine Zahl mit 100 Stellen zu erinnern. Auch deinen Körper oder einen bekannten Raum oder Weg kannst du nutzen, um dir Abläufe oder auch nur den Einkaufszettel zu merken.

Gehirnjogging ist kein Mentaltraining

Stimmt. Beim Gehirnjogging löst du Denksportaufgaben, Kreuzworträtsel und ähnliches. Statt online solltest du auch hierfür deine Hände und Papier nutzen. Denn „von der Hand ins Gehirn“ hat nach wie vor seine Gültigkeit. Je mehr Sinneskanäle wir beim Lernen benutzen, desto besser wird der Inhalt im Gehirn verankert.

Allerdings ergab eine Studie der BBC an knapp 11.500 Personen, dass diese Form von Denksport keine allgemeine Verbesserung der Hirnfunktionen bringt. Schade, eigentlich.

Was es auf jeden Fall bringt, sind Spaß und Freude. Und die sind immer gut fürs Gehirn. Denn ein emotional positiver und ausgeglichener Zustand ist die Ausgangsbasis für weiteres Wachstum.

Wenn du also das nächste Mal in eine Lernphase einsteigst, mach’ doch vorher mal für 5-10 Minuten ein paar Denksportaufgaben. Damit hast du dein Gehirn schon mal auf Betriebstemperatur gebracht. Aufwärmen ist ja auch bei anderen Sportarten wichtig.

Apropos Sport und Bewegung – geht auch mental

In einer Untersuchung, bei der ein neues Klavierstück erlernt werden sollte, hat eine Gruppe tatsächlich real am Klavier geübt. Die andere Gruppe übte rein mental, also durch das Nutzen ihrer Vorstellungskraft.

Das Ergebnis ist verblüffend: Bei den echten Klavierspieler*innen hat sich das Hirnareal für Fingerbewegung vergrößert. Ist ja logisch, weil sie geübt haben, oder?

Das Erstaunliche allerdings: auch bei denjenigen, die nur mental trainierten, hat es sich in gleicher Weise verändert.

Und in einem Test für Muskeltraining gab es ein ähnliches Resultat. Beim realem Training stieg die Muskelkraft in den Fingern um 30%, bei mentalem Training immerhin um 22%.

Diese faszinierenden Möglichkeiten macht man sich z.B. im Bereich der Rehabilitation nach Unfällen o.ä. zunutze.
Wie wäre es, wenn Du gleich morgens mal 10 Kniebeugen machst und am Abend nochmals 20 – allerdings nur mental. Bringt sicher mehr als im Bett zu liegen, zu Grübeln und nicht einschlafen zu können. 😉

Der Name sagt es schon – Training

Mentaltraining ist eben kein Mentalgeschenk. Manchmal mag es reichen, wenn du dir nur  eine Sitzung gönnst – manchmal braucht es mehrere. Eines ist jedoch hier genauso sicher wie im Sport oder bei der Physiotherapie: Du wirst nicht besser, wenn du nicht (selbst-)ständig übst.

Und jetzt weißt Du ja, dass das in verschiedenster Form geht. Das kann dir allerdings niemand von außen abnehmen.

Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben.

Das ist der Titel eines Buches vom Psychiater Ben Furman. Und ohne auf den Inhalt jetzt tiefer einzugehen – da ist was dran.

Mentaltraining geht nämlich auch mit Ereignissen die in der Vergangenheit liegen. Hier verschwimmt jedoch die Grenze von Mentaltraining und Therapie oftmals.

Wenn du also denkst, dass bestimmte Themen mit denen du zu kämpfen hast, aus der Vergangenheit, deiner Kindheit oder sehr belastenden Erlebnissen stammen, dann suche dir vielleicht lieber eine*n Mentaltrainer*in, die/der auch über therapeutische Aus- und Weiterbildungen verfügt.

Wer verantwortungsvoll mit Menschen arbeitet, wird dir jedoch immer rechtzeitig sagen, wann die Grenzen der eigenen Fähigkeiten erreicht sind und dir ggf. andere Kolleg*innen empfehlen.

Das ist jedenfalls mein Selbstverständnis. Denn ich möchte immer das Beste für dich und deine Ziele erreichen.

Meine Erfahrung ist, dass der Einstieg in ein Mentalcoaching mit Hilfe eines fundierten Persönlichkeitsprofils ziemlich rasch ans eigentliche Thema führt und wir damit auch schneller vorankommen.

Wenn Du mehr dazu wissen willst, schau’ mal hier und hier und hier.

Posted by Gabriele Golling in Big Five, 0 comments