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Bereit, Vertrauen zu pflanzen: Ein Blumenstrauß als Symbol für den Beginn einer Reise des Vertrauens und der Verbundenheit. Jede Blume repräsentiert eine Chance für Wachstum und Blüte in unseren Beziehungen. Ein Akt der Zuneigung und Hoffnung, der die Grundlage für tiefe Verbindungen legt.

Verbindung, Vertrauen, Verwandlung – Misstrauen überwinden heißt Selbstwertgefühl stärken

„Du bringst mir nie Blumen mit!“ – Kommt dir diese Beschwerde bekannt vor?

Mal angenommen, dein*e Beziehungspartner*in bringt in der folgenden Woche einen Strauß selbstgepflückter Blumen, was wäre deine erste Reaktion?

  1. Oh, wie schön die sind. Danke!
  2. Das machst du doch nur, weil ich es dir gesagt habe. Hast du etwas ausgefressen?

Vertrauen ist der Stoff, aus dem tiefe und dauerhafte Beziehungen gewebt sind. Es ist das Substrat, auf dem Partnerschaften auf Augenhöhe wachsen, Freundschaften blühen und berufliche Beziehungen gedeihen.

Was macht Vertrauen aus und warum fällt es Menschen unterschiedlich leicht oder schwer? Wie kann man Vertrauen wiedergewinnen, wenn man es einmal verloren hat? Und wer ist dann wirklich in der „Bringschuld“?

In diesem Artikel tauchen wir tiefer in die Psychologie des Vertrauens ein. Du erfährst mehr über die Rollen von Mut und Selbstwahrnehmung. Außerdem findest du konkrete Strategien, um Vertrauen aufzubauen und zu erhalten.

Als Leser*in der Selbstwert-Impulse bekommst du zusätzliche Fragen zur Reflexion und Anregungen für dein Selbstcoaching.

Vertrauen – Zuversicht – Selbstvertrauen

Vertrauen ist mehr als nur ein positives Gefühl gegenüber einer anderen Person. Es ist ein komplexes psychologisches Konstrukt, das eng mit unseren tiefsten Ängsten und Hoffnungen verbunden ist. Es ist eine sehr subjektive und auch emotional gefärbte Überzeugung, nach der wir unser Verhalten ausrichten.

Bezogen auf andere Menschen bedeutet dies, dass die andere Person uns nicht schaden wird und uns vielleicht sogar helfen kann. Wir machen also unser eigenes Wohlbefinden und unsere gefühlte Sicherheit vom Verhalten des anderen abhängig. Das erfordert Mut, denn gleichzeitig machen wir uns verletzlich. Aber: Ohne Vertrauen keine Kooperation.

Das wird besonders deutlich, wenn man das Misstrauen gegenüberstellt. Hier ergreifen wir Vorsichtsmaßnahmen, um sicherzustellen, dass das eigene Wohlergehen nicht vom Verhalten einer anderen Person oder Institution abhängt. Es handelt sich also häufig um eine Selbstschutzmaßnahme. Dieses mangelnde Vertrauen schränkt jedoch unsere Kooperationsmöglichkeiten deutlich ein. Was es gerade persönlichen Beziehungen schwieriger macht.

Was Vertrauen und Misstrauen gemeinsam haben, ist eine bestimmte Erwartungshaltung und Bewertung gegenüber anderen Menschen.
Auch wenn es darum geht, einem Inhalt zu vertrauen, beinhaltet dies die Überzeugung, dass man sein Handeln danach ausrichten kann, weil man darauf vertraut, dass kein Betrug oder keine Lüge darin enthalten ist.

Auch Selbstvertrauen entsteht aus dem Vertrauen und der Überzeugung, dass man über Fähigkeiten und Charaktereigenschaften verfügt, die einem helfen, die eigenen Ziele zu erreichen und Vorhaben umzusetzen.

Fehlendes Vertrauen in Beziehungen

Misstrauen ist wie ein Riss im Fundament einer Beziehung. Ohne vernünftige Reparatur wird es einstürzen. Deshalb braucht es einen gemeinsamen Plan und beherztes Handeln, auch wenn es mal zwickt und zwackt.

Die Dynamik des Misstrauens ist tückisch, denn sie sucht sich vielfältige Wege und versucht immer wieder, Wurzeln zu schlagen.

Natürlich soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass es in manchen Beziehungskonstellationen durchaus gut und gesund sein kann, skeptisch zu bleiben. Bitte suche dir in so einem Fall professionelle Unterstützung für mehr innere Klarheit.

Misstrauen entsteht, wenn die Überzeugung fehlt, dass das Gegenüber unsere Bedürfnisse und Wünsche im Blick hat. Und das ist Gift für jede Art von Beziehung.

Egal, ob es die ständige Sorge um die Treue der Beziehungsperson ist oder der Zweifel am Wahrheitsgehalt der gemachten Aussagen. Die Angst vor dem Betrug, die Zweifel an der Aufrichtigkeit führen zu einem Teufelskreis aus Verdächtigungen, Vorwürfen und Enttäuschungen. Am Ende sind alle Beteiligten emotional erschöpft und die Beziehung massiv belastet.

Und vielleicht steht man bereits vor der Entscheidung: Weitermachen oder Beenden?

Misstrauen – wenn der Riss bleibt

Ist eine Beziehung bereits angeknackst, wird sie durch weiteres Ignorieren nicht besser. Die Spirale dreht sich unaufhörlich nach unten und führt am Ende wahrscheinlich zur Trennung.

Misstrauen in einer Beziehung spiegelt und verstärkt oft eigene Unsicherheiten und Selbstzweifel.

Wer nicht darauf vertrauen kann, dass Beziehungspartner einen wertschätzen und unterstützen, beginnt, den eigenen Wert in Frage zu stellen. Diese Dynamik kann zu einem Gefühl der Wertlosigkeit und Unzulänglichkeit führen, das in einen Teufelskreis mündet, in dem das Misstrauen unser Selbstwertgefühl weiter untergräbt.

Wie wirkt sich Misstrauen aus?

Kommunikationsprobleme: Vorwürfe und Verteidigungen sind die vorherrschenden Kommunikationsmuster bei Misstrauen. Man versucht gar nicht mehr, die andere Seite zu verstehen. Aber ohne offene, ehrliche Gespräche kann keine gesunde Beziehung entstehen. 

Emotionale Distanz: Misstrauen baut Mauern zwischen Menschen. Es verhindert emotionale Nähe, weil man zögert, sich zu öffnen, aus Angst, verletzt zu werden.

Stress und Angst: Das ständige Gefühl von Misstrauen und Unsicherheit bzw. die Angst, etwas (wieder) falsch zu machen, erzeugt bei allen Beteiligten ein hohes Maß an emotionalem Stress. Dies kann massive Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden haben.

Selbstzweifel: Misstrauen kann dazu führen, die eigene Liebesfähigkeit in Frage zu stellen. Man fragt sich ständig, ob man gut genug ist oder was man falsch gemacht hat. Diese Zweifel an der eigenen Urteilsfähigkeit untergraben das Selbstvertrauen und das Selbstwertgefühl.

Selbsterfüllende Prophezeiung: Wer seinem Gegenüber nie glaubt, obwohl dieses offen und ehrlich über die eigenen Befindlichkeiten oder Aktivitäten berichtet, muss damit rechnen, dass die Unterstellungen dann tatsächlich wahr werden. Denn es ist ja sowieso schon egal, wenn man es nicht mehr „richtig“ machen kann.

Beispiel: Bist du z.B. eifersüchtig, dann ist das schon eine gute Vorhersage dafür, dass etwas geschehen könnte, auf das du dann tatsächlich zu Recht eifersüchtig bist. Mit deinem wilden Kopfkino schaffst du unter Umständen eine Atmosphäre, die die Wahrscheinlichkeit erhöht. 

Woher kommt Misstrauen? Gründe für Misstrauen

Fragt man bei Beziehungsschwierigkeiten nach, die mit mangelndem Vertrauen zu tun haben, dann kommt es häufig zur „Henne-Ei-Diskussion“. Wer hat also angefangen und damit das Vertrauen zuerst gebrochen?

Dem anderen Vorwürfe zu machen, verschafft zunächst Oberhand – aber nur sehr kurz.“

Warum Henne oder Ei? Es geht ja zunächst um ein neutrales Ereignis.
Diese wird jedoch negativ interpretiert, wenn das Vertrauen fehlt.

Das ist wie mit Porridge oder wie man das früher nannte: Haferschleim. Für die einen ist es die leckerste Kindheitserinnerung. Andere haben einen absoluten Widerwillen und Ekel dagegen entwickelt.

Den Haferflocken ist das ziemlich egal, während sie sich vor sich hin weichen.

Es hat also etwas mit dir und deinen persönlichen Erfahrungen zu tun.

Warum jemand Schwierigkeiten hat, Vertrauen zu fassen, kann viele Gründe haben: 

  • Negative Erfahrungen in der Vergangenheit mit anderen Menschen, bis zurück in die Kindheit
  • Unsicherer oder vermeidender Bindungsstil *
  • Geringes Selbstwertgefühl oder wenig Selbstachtung
  • Selbstschutz, weil man glaubt, dass es sicherer ist, misstrauisch zu sein, als sich verletzlich zu zeigen
  • Angst vor Abhängigkeit, weil zu viel emotionale Abhängigkeit als Bedrohung der eigenen Autonomie erlebt wird.
  • Verlustängste, die oft schon in der Kindheit entstanden sind und vielleicht die dahinter liegende Angst vor Einsamkeit oder Unbekanntem
  • Eher pessimistische Weltsicht oder auch eine insgesamt erhöhte Ängstlichkeit
  • Kulturelle und gesellschaftliche Einflüsse

*Bindungsstile sind für unser Wohlbefinden ein zentrales Element. Daher werde ich darauf in einem nächsten eigenen Artikel hier im Selbstwert-Magazin eingehen.

Wills du Vertrauensproblemen überwinden, erfordert das eine bewusste Anstrengung und manchmal auch professionelle Hilfe, um die tieferen Ursachen des Misstrauens zu verstehen und anzugehen. Durch Coaching und ggf. Therapie, Selbstreflexion und den Aufbau positiver Erfahrungen kann die Vertrauensfähigkeit entwickelt oder wiederhergestellt werden.

Durchbruch des Vertrauens: Eine zarte Pflanze, die aus einem Riss im Asphalt emporwächst, symbolisiert die Kraft und das Potenzial des Vertrauens, selbst unter den härtesten Bedingungen zu gedeihen. Ein inspirierendes Bild der Überwindung von Hindernissen und der Hoffnung auf Neubeginn, selbst in den schwierigsten Momenten des Lebens

Zurück ins Vertrauen? „Du zuerst!“ funktioniert nicht.

Vertrauen zurückzugewinnen oder überhaupt erst zu entwickeln, ist vielleicht eine der größten psychologischen Herausforderungen. Sie erfordert von allen Beteiligten ein hohes Maß an Verletzlichkeit, Einsicht und Engagement.

„Vertrauen ist keine Einbahnstraße!“

  • Solange man vom anderen etwas erwartet, aber nicht genau sagen kann, was – solange wird kein Vertrauen wachsen.
    Und selbst wenn du es ganz klar ausdrücken kannst und dann aber auch erwartest, dass dein Gegenüber sich genau daran hält – dann hast du zwar einen guten Deal, aber kein Vertrauen oder gar so etwas wie bedingungslose Liebe.

Betrachten wir das Beispiel eines Paares, bei dem einer das „Vertrauen gebrochen“ hat. Dabei ist es eigentlich egal, auf welcher Ebene dieser Vertrauensbruch stattgefunden hat. Bewusstes Lügen, z.B. über die finanzielle Situation, nährt Misstrauen und Zweifel unter Umständen ebenso wie körperliche Untreue.

Welche gemeinsamen Vereinbarungen eine Beziehung „regeln“ sind so unterschiedlich wie die möglichen Beziehungskonstellationen. Leider sind die Regeln oftmals unausgesprochen.

Natürlich beginnt eine erneute Annäherung mit einem klaren und ehrlichen Eingeständnis des Fehlverhaltens und dem Ausdruck von Reue. Du merkst, „Fehler“ gibt es nur, wenn es Regeln gibt.

Darüber hinaus ist aber eine kontinuierliche, offene Kommunikation notwendig, um die tieferen Ursachen des Vertrauensbruchs zu verstehen und zu bearbeiten. Dabei spielt die emotionale Intelligenz aller Beteiligten eine entscheidende Rolle, denn sie ermöglicht es, die eigenen Gefühle und die des Gegenübers besser zu verstehen und empathisch darauf einzugehen.

Und nur auf diesem Weg lassen sich neue, quasi aktualisierte Vereinbarungen treffen, die den aktuellen Beziehungsstatus abbilden.

Hier muss kein inneres Kind geheilt werden

Auch wenn viele Gefühle und Verhaltensweisen ihren Ursprung in der Kindheit haben, gibt es in uns mehr Persönlichkeitsanteile als nur ein Kind. Und jeder Teil hat andere Aufgaben. Um Vertrauen zu üben, braucht es mehrere davon – und einen ganz erwachsenen Blick auf die Realität.

Indem wir Misstrauen in unseren Beziehungen erkennen und angehen, schaffen wir nicht nur die Basis für stärkere und gesündere Partnerschaften, sondern stärken auch unser Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl. Letztendlich geht es darum, eine Balance zu finden, in der wir uns selbst und unseren Partner*innen gegenüber vertrauensvoll und autonom begegnen.

Welche Schritte helfen (zurück) ins Vertrauen?

Wenn in Beziehungen jemand Schwierigkeiten hat, zu vertrauen, ist das für alle Beteiligten eine Herausforderung. Es ist jedoch möglich, daran zu arbeiten und Misstrauen zu überwinden. Hier sind einige konkrete Tipps, wie du beginnen kannst, Vertrauen zu deinem Gegenüber aufzubauen oder wiederherzustellen:

1.Selbstreflexion

Erkenne die Ursachen, indem du versuchst zu verstehen, woher dein Misstrauen kommt. Beruht es auf früheren Erfahrungen, eigenen Unsicherheiten oder bestimmten Verhaltensweisen deines Gegenübers?

Hinterfrage dein eigenes Verhalten. Welche deiner eigenen Handlungen und Ängste tragen zu deinem Misstrauen bei? Überprüfe deine Erwartungen an andere und an dich selbst. Sind sie realistisch? Kannst du selbst erfüllen, was du von deinem Gegenüber erwartest?

Gerade in Liebesbeziehungen lohnt es sich, zu hinterfragen, welche Rollenerwartungen man gelernt hat, wie Beziehungen angeblich zu sein haben und was als „normal“ gilt. Finde eine Definition, die zu dir passt und lebe danach.

2. Offene und ehrliche Kommunikation

Sprich offen und ehrlich mit deinem Gegenüber über deine Gefühle und Sorgen. Nenne möglichst konkrete Beispiele, ohne anklagend zu sein. Sei respektvoll.

Höre der anderen Person aufmerksam zu. Gib ihr die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge mit dir zu teilen. Wiederhole, was du verstanden hast. Es geht noch nicht um eine Lösung, sondern um das gegenseitige Verstehen der unterschiedlichen Perspektiven.

3. Mutig sein

Vertrauen zu schenken erfordert Mut, denn es bedeutet, sich der Möglichkeit von Verletzung und Enttäuschung auszusetzen. Sich trotz dieser Angst vor möglichem Schmerz zu öffnen, ist ein kraftvoller Schritt hin zu tieferen und bedeutungsvolleren Beziehungen. Denn darin liegt auch die Chance für positive, neue Erfahrungen.

Auch wenn es darum geht, Vertrauen zurückzugewinnen, braucht es Mut. Du musst dich für dein Handeln verantworten und evtl. etwas wieder gutmachen. Aber das hast du ja schon gelesen: Das ist keine Einbahnstraße! Und nur durch eine offene und ehrliche Kommunikation kann etwas wirklich aus der Welt geschafft werden.

Alle Beteiligten brauchen Mut. Denn wenn wir das Misslungene hinter uns lassen, kommt etwas Neues, das wir vielleicht noch gar nicht kennen. Und das kann wunderbar sein!

4. Grenzen setzen und Bedürfnisse klären

Es ist wichtig, klar zu kommunizieren, was du brauchst, um dich sicher und geborgen zu fühlen. Bespreche Grenzen und stelle sicher, dass sie von allen Beteiligten respektiert werden.

Teile deinem Gegenüber mit, was du brauchst, um Vertrauen aufzubauen und dich emotional sicher zu fühlen. Kannst du das nicht ausdrücken, lässt du die andere Seite im Nebel stochern – das ist ziemlich unfair.

Wenn du das Gefühl hast, dass die Frustration deines Gegenübers nichts mit dir zu tun hat, du aber trotzdem als Ventil benutzt wirst, um Dampf abzulassen, mache das höflich deutlich und verlasse die Situation vorübergehend.

5. Selbstfürsorge und persönliche Entwicklung.

Vertrauensprobleme spiegeln oft eigene Unsicherheiten und verschiedene Ängste wider. Arbeite an deinem Selbstwertgefühl und deiner persönlichen Entwicklung, um ein gesünderes Vertrauensniveau zu erreichen.

Fördere deine eigenen Interessen und Freundschaften außerhalb der Beziehung, um eine gesunde Balance und Unabhängigkeit zu bewahren.

6. Setzt euch gemeinsame Ziele und schafft positive Erlebnisse.

Arbeitet gemeinsam daran, Vertrauen als grundlegendes Ziel eurer Beziehung zu etablieren. Setzt euch konkrete, erreichbare Ziele, um dieses Vertrauen Schritt für Schritt aufzubauen.

Dazu kann auch gehören, Qualitätszeit miteinander zu verbringen. Also gemeinsame Aktivitäten, die euch Spaß machen und eure Bindung stärken.

Erkennt gemeinsam auch kleine Schritte, die zeigen, dass ihr aufeinander zählen könnt. Das hilft, das Fundament für mehr Vertrauen zu legen.

7. Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen

Manchmal können externe Unterstützung und Perspektiven von professionellen Berater*innen oder Therapeut*innen hilfreich sein, um die tieferen Ursachen des Misstrauens zu verstehen und zu bearbeiten.

Oft lässt sich so leichter erkennen, an welchen Stellen man selbst oder andere unrealistische Erwartungen haben oder Bedingungen stellen.

8. Geduld haben und Verständnis zeigen

Vertrauensbildung braucht Zeit und Geduld. Hab‘ Geduld mit dir selbst, habt Geduld miteinander und erkennt an, dass auch kleine Schritte Fortschritte sind.

Zeigt Verständnis füreinander. Erkennt an, dass jede*r (ja, auch DU) Fehler machen kann. Versuche, Verständnis für die Sichtweise deines Gegenübers aufzubringen, auch wenn du sie vielleicht nicht teilst.

Kompromisse zu finden bedeutet, dass beide Seiten auf einen Teil ihrer Wünsche verzichten.

Vertrauen ist die Grundlage jeder starken Beziehung und es ist nie zu spät, daran zu arbeiten.

Vertrauen und die Big Five

Die Persönlichkeitspsychologie, insbesondere das Modell der Big Five, bietet weitere Einblicke in die Facetten, die Vertrauen beeinflussen können. Es deutet darauf hin, dass Menschen mit einem höheren Grad an emotionaler Labilität auch größere Schwierigkeiten haben, Vertrauen zu entwickeln. Dies ist auf ihre Neigung zu Angst und Besorgnis zurückzuführen.

Besonders relevant für Vertrauen sind emotionale Stabilität, auch Verträglichkeit genannt, und Gewissenhaftigkeit. Personen mit hoher Verträglichkeit neigen dazu, empathischer zu sein und leichter Vertrauen zu schenken, da sie eher zu Wärme, Kooperation und positiven sozialen Interaktionen neigen. Gewissenhaftigkeit wiederum spiegelt Zuverlässigkeit wider, ein Schlüsselelement von Vertrauen. Sehr hohe Flexibilität zusammen mit großer Sensibilität hingegen könnten Selbstsabotagestrategien wie verschiedene Ängste begünstigen.

Einige Persönlichkeitsfacetten können also dazu beitragen, den unvermeidlichen Enttäuschungen in zwischenmenschlichen Beziehungen besser gewachsen zu sein.

Bindungssicherheit zu erlangen, ist kein leichter Weg. Aber die verschiedenen positiven psychologischen Ergebnisse wie Selbstvertrauen, soziale Kompetenz und die Fähigkeit, qualitativ hochwertige Beziehungen einzugehen und aufrechtzuerhalten, sind die Mühe wert.

Wenn du wissen möchtest, wie deine individuellen Ausprägungen der Big 5 sind, dann findest du hier weitere Infos.

Fazit: Vertrauen ist ein Geschenk

Vertrauen ist ein wesentliches Element menschlicher Beziehungen, das sowohl zerbrechlich als auch widerstandsfähig ist. Es zu pflegen erfordert ein tiefes Verständnis der psychologischen Grundlagen, die unser Verhalten und unsere Reaktionen auf andere bestimmen. Indem wir an uns selbst arbeiten, Empathie entwickeln und bereit sind, uns trotz aller Risiken zu öffnen, können wir die Brücken des Vertrauens stärken, die uns verbinden.

Letztlich ist Vertrauen ein Geschenk, das wir uns selbst und anderen machen – ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche.“

Du möchtest auch wieder vertrauen können und eine Verbindung zu anderen Menschen spüren, die sich „normal“ und leicht anfühlt?

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Autorin: Gabriele Golling

Veröffentlicht: 12.04.2024

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