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Ist Resilienz die neue Superkraft. Wie Persönlichkeit, Selbstwert und Resilienz zusammengehören.

Resilienz – eine neue Superkraft?

Überall liest man, wie entscheidend Resilienz für mentale Gesundheit und persönliche Entwicklung ist. Resilienz gilt als wichtige Persönlichkeitseigenschaft, um in der sich ständig wandelnden Arbeitswelt der Zukunft bestehen zu können.

Aber was genau verbirgt sich hinter dem Begriff Resilienz? Ist es etwas, das man erlernen oder sogar messen kann?

  1. Schlüsselkompetenz für persönliches Wachstum
  2. Resilienz ist dynamisch
  3. Psychische Gesundheit = Resilienz?
  4. Survival of the Fittest
  5. Die Big Five und Resilienz
  6. KURZ: DAS SIND DIE BIG FIVE
  7. Resilienz + Selbstwert = Immunsystem der Psyche
  8. Frieden mit dir selbst schließen

Schlüsselkompetenz für persönliches Wachstum

Der Begriff „Resilienz“ kommt aus der Werkstoffkunde. Er beschreibt Materialien, die z.B. biegsam sind und stets wieder ihre ursprüngliche Form annehmen. Da wird dann vielleicht ein Schalter ausgelöst, weil ein Metall erwärmt wurde. Lässt dieser Hitzestress von außen nach und es kühlt ab, ist diese Schaltung wieder aus. Auch Gummi verhält sich resilient. Oder Bambus – und der wächst auch noch richtig schnell. 

Und im Grunde kann man das tatsächlich auf die menschliche Resilienz übertragen. Als resilient gelten nämlich Menschen, die die Fähigkeit besitzen, sich an widrige Umstände anzupassen, Stress gut zu bewältigen und sich trotz herausfordernder Lebensereignisse positiv zu entwickeln.

Resilienz hilft uns also dabei unsere psychische Gesundheit während oder nach Widrigkeiten und stressigen Zeiten aufrechtzuerhalten bzw. schnell wieder herzustellen.

Resilienz ist dynamisch

Anders als viele denken, ist Resilienz keine statische Persönlichkeitseigenschaft, sondern vielmehr das Ergebnis eines fortlaufenden Anpassungsprozesses. 

Sie ist also veränderbar und dynamisch.

Unser Leben ist geprägt von Wechselwirkungen zwischen unserer Person und der Umwelt, die sich über verschiedene Lebensbereiche und -phasen hinweg verändern. 

Übrigens, wenn du eine aktuellen Bestandsaufnahme deiner Lebensbereiche machen möchtest, findest du hier die komplette Anleitung dazu:

Psychische Gesundheit = Resilienz?

Resilienz ist ein wichtiger Teil von psychischer Gesundheit – und gleichzeitig der Weg dorthin. Mentale Gesundheit ist unter anderem das Ergebnis der persönlichen Resilienzentwicklung.

Es ist die Kompetenz, durch die du mit Problemen besser umgehen kannst und gleichzeitig Lösungswege entwickelst. Also weg vom toxischen Stress und seinen Folgen, hin zu positivem, aktivierendem Stress. Dann ist auch Wachstum und ein Erweitern deiner Komfortzone möglich. Wie beim Bambus.

Beginne, wo du aktuell bist
Nutze, was du hast
Tue, was du kannst

Survival of the Fittest

Was der Naturforscher und Evolutionsbiologe Charles Darwin feststellte, war allerdings nicht, dass immer die Stärksten überleben. Er hat beobachtet, dass diejenigen gut durchkommen, die sich am besten und schnellsten anpassen. Es geht also eher um das Überleben der (sich An)Passendsten. Und durch diesen Anpassungsprozess ergibt sich Resilienz.

Das bedeutet, wir können lernen, anders mit Stress umzugehen, neu auf Probleme zu blicken, anders zu denken und zu handeln.

Es geht auch nicht darum, zu vergessen, sondern nicht mehr darunter zu leiden. 

Manche Menschen sind mit einer Persönlichkeitsstruktur ausgestattet, die es wahrscheinlicher macht, dass ihnen diese Adaption leichter gelingt. 

Denn nicht die Menschen, die ständig gewinnen sind am stärksten, sondern die, die nicht aufgeben, wenn’s mal nicht klappt. 

Stärke ist es auch, wenn du ausdrücken kannst, dass es dir gerade nicht gut geht. Und auch, wenn du dir Hilfe und Unterstützung dabei suchst. Sehr viele Lebensthemen lassen sich leichter und schneller mit professioneller Begleitung bewältigen.

Und wenn du bereits über ein hohes Maß an Resilienz verfügst, dann stelle sie anderen zur Verfügung und unterstütze Menschen, die gerade im Tief sind. Menschlichkeit zeigt sich im Miteinander, insbesondere wenn man seine Stärken teilt und Menschen unterstützt, die sich in schwierigen Situationen befinden.

Die Big Five und Resilienz

Das Persönlichkeitsmodell der Big Five ist der Goldstandard in der Persönlichkeitspsychologie und seit Jahrzehnten extrem gut erforscht.

Und tatsächlich finden sich in jeder der fünf Persönlichkeitsdimensionen ganz konkrete Facetten der Persönlichkeit, die für eine höhere Resilienz sprechen.

Offenheit, Gewissenhaftigkeit, Kooperation, Extraversion und emotionale Stabilität sind dabei die großen Überbegriffe.

Aber auch ein bisschen Introversion, Wettbewerb und Flexibilität tragen zur Resilienz bei dazu.

Man never made any material as resilient as the human spirit.

Bernard Williams (engl. Philosoph, 1929-2003)

(Der Mensch hat nie ein Material geschaffen, das so widerstandsfähig ist wie der menschliche Geist.)

Hier im Selbstwert-Magazin stelle ich dir 8 Fähigkeiten und ihre Bedeutung in den Big Five vor. Du erhältst jeweils damit verbundene Fragen, die du für dein Selbstcoaching nutzen kannst. 

Verpasse daher nicht den nächsten Beitrag und komm’ in den Kreis der Mitwisser*innen:

KURZ: DAS SIND DIE BIG FIVE

Die Big Five, sind auch bekannt als das Fünf-Faktoren-Modell. Du findest hier im Magazin bereits einige Beiträge in denen ich diese genauer erläutere. Daher hier nur kurz: Die Big Five sind fünf breite Persönlichkeitsdimensionen, die verwendet werden, um individuelle Unterschiede in der Persönlichkeit zu beschreiben und zu messen. Diese Dimensionen sind:

1.     Introversion vs. Extraversion: Hier verstehst du dich selbst nochmals besser, wenn du deine Art, Energie zu tanken, reflektierst. Es geht darum, wie oft, mit wie vielen und wie eng du in sozialen Kontakt gehst.

2.     Gewissenhaftigkeit vs. Flexibilität: Diese Dimension betrifft den Grad deiner Organisiertheit, Sorgfalt und Zielstrebigkeit. Es geht um deinen Arbeitsstil und die Orientierung an Prinzipien.

3.     Offenheit vs. Beständigkeit: Diese Dimension misst, wie offen eine Person für neue Ideen, Kreativität und intellektuelle Neugier ist. Spätestens hier wird deutlich, dass beide Extreme nicht unbedingt hilfreich sind, um gut durchs Leben zu kommen.

4.     Kooperation vs. Wettbewerb: Im Gegensatz zu Intro- und Extraversion, geht es hier weniger um das wie OFT, sondern tatsächlich mehr das WIE. Nämlich wie verhält sich jemand in sozialen Interaktionen. Das lässt sich mit keiner pauschalen Farbe beantworten.

5.     Sensibilität vs. emotionale Stabilität: Diese Dimension wird auch Neurotizismus genannt und bezieht sich auf deine emotionale Stabilität und Belastbarkeit.

Resilienz + Selbstwert = Immunsystem der Psyche

Du siehst, Reslilienz ist nicht aus- oder durchhalten, sondern stolpern und wieder aufstehen. 

Dabei gibt es übrigens keine Regel, wie lange du die Aussicht auf dem Bauch liegend genießen willst. Du stehst wieder auf – in deinem eigenen Tempo und deinen Möglichkeiten.
Mit deiner gewachsenen Resilienz kannst du zwar dennoch wieder stolpern, doch dann hoffentlich nicht auf alten Pfaden, sondern neuen Wegen. 

Manche Menschen haben eine Persönlichkeitsstruktur, die ihnen diese Anpassung erleichtert, aber jede*r kann lernen, resilienter zu werden.

Es beginnt bei dir und deinem Selbstwert. Zusammen mit deinen Resilienzfähigkeiten ist er das Immunsystem der Psyche.

Frage dich:

  • Wie gut komme ich mit größeren und kleineren Hindernissen im Leben klar?
  • Habe ich ein klares Ziel für mein leben vor Augen?
  • Praktiziere ich Dankbarkeit?
  • Kenne ich meine Stärken und bin stolz darauf?
  • Habe ich gute Freunde und ein tragfähiges Beziehungsnetzwerk, auf das ich mich verlassen kann?
  • Bin ich bereit für das Negative im Leben und kann damit umgehen?
  • Wie oft versuche ich es noch einmal, wenn etwas nicht klappt?
  • Wie lange habe ich daran zu knabbern?
  • Bin ich auch unter Stress leistungsfähig und kennen meine Grenzen?
  • Glaube ich daran, dass sich alles zum Guten wenden wird?
  • Kann ich meine Gefühle und Bedürfnisse wahrnehmen und kommunizieren?
  • Kenne ich verschiedene Wege, mich zu entspannen und mir Pausen zu verschaffen?
  • Wie gehe ich mit unklaren oder widersprüchlichen Situationen um?

Bist du verunsichert oder brauchst für diese Fragen mal eine Sparringspartnerin? Dann schreibe mir per E-Mail oder wir sehen uns bei einem kostenfreien Erstgespräch.

Frieden mit dir selbst schließen

Im Kurs „Hol’ dir deine Krone zurück!“ geht es in erster Linie um deinen Selbstwert, deine Stärken und auch die Kommunikation mit dir selbst und anderen. 

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Autorin_Gabriele-Golling_Mentaltraining mit Herz und Verstand

Autorin: Gabriele Golling

Veröffentlicht: 02.12.2023

Statt Höher-Schneller-Weiter lieber Breiter-Tiefer-Bewusster

Echtes Wohlbefinden geht mit persönlicher Klarheit einher. Davon bin ich fest überzeugt. Daher begleite ich von Herzen gern Menschen, die sich persönlich entfalten wollen.

Nur mit seriösen, wissenschaftlich fundierten Methoden gelingt sanfte und nachhaltige Persönlichkeitsentwicklung. Individuelle Entwicklung und Bewusstsein verhindern Unzufriedenheit und führen zu harmonischer Selbstbestimmung.

Für mehr Leichtigkeit im Leben, mentale Gesundheit und persönliches Wachstum für Herz und Verstand.

Grafische Darstellung der Big Five Persönlichkeitsdimensionen Extraversion Offenheit Kooperation Emotionale Stabilität Gewissenhaftigkeit in der Mitte steht Big 5